Kirche fordert weiter Hilfe für Flüchtlinge

EKHN: Krise an Griechenlandgrenze


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Angesichts der katastrophalen Lage an der griechischen Außengrenze der EU hat der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung die sofortige Aufnahme von Schutzsuchenden in Deutschland gefordert.

„Mit dieser Situation darf Griechenland jetzt nicht alleine gelassen werden“, betonte der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung am Dienstag in Darmstadt. Aus christlicher Sicht habe Gott alle Menschen nach seinem Bild geschaffen und ihnen so eine unantastbare Würde gegeben, führte Jung aus. Damit sei die Aufgabe verbunden, füreinander Sorge zu tragen. Jung: „Die Würde von Menschen ist nicht verhandelbar und darf nicht zum Spielball von Machtinteressen werden. Deshalb muss auch das individuelle Recht auf Asyl gewahrt bleiben. Für Schutzsuchende muss es sichere Fluchtwege geben.“

Die Inseln seien umgehend zu räumen, um der völligen Eskalation zuvorzukommen. Andere EU-Staaten müssten die Flüchtlinge aufnehmen und ihre Asylgründe prüfen, allen voran Familien und unbegleitete Minderjährige. „Das ist leistbar, es geht um eine Anzahl von Menschen, mit der die anderen  EU-Staaten keineswegs überfordert würden“, erklärte Jung. Der Kirchenpräsident dankte zugleich den Landesregierungen in Hessen und Rheinland-Pfalz für ihre Bereitschaft, zusätzlich Flüchtlinge über eigene Landesprogramme aufzunehmen und bat um eine zügige Ausgestaltung dieser Programme.

Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm sprach nach der Bundestagsentscheidung gegen die zusätzliche Aufnahme von Flüchtlingen von nach wie vor „dramatischen Szenen“ an der Grenze. Tränengas, Wasserwerfer und militärische Abschottung seien aber „der Friedensnobelpreisträgerin Europa unwürdig“. Die Situation sei auch das Ergebnis der gravierenden Versäumnisse der Staaten Europas, in den letzten Jahren ein tragfähiges gemeinsames europäisches Asylsystem zu schaffen, das Verantwortung und Solidarität der Staaten ebenso umfasst wie Zugang zu Schutz, menschenwürdige Aufnahmebedingungen und faire Asylverfahren für Schutzsuchende.

Nach Worten des Ratsvorsitzenden hat die Türkei hat 3,7 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Dass sie nun weitere finanzielle Unterstützung durch die EU einfordere, sei legitim, wenn damit eine verbesserte Versorgung der Geflüchteten in der Türkei erreicht wird. Bedford-Strohm: „Allerdings beobachten wir nun, wie Menschen zum Spielball politischer Interessen gemacht werden und die Situation an der griechisch-türkischen Grenze sich dramatisch zuspitzt. Flüchtlinge dürfen nicht als politisches Druckmittel instrumentalisiert werden. Das ist vollkommen inakzeptabel.“

Ansätze für Hilfen sieht der Ratsvorsitzende bei besonders Schutzbedürftigen in den Lagern auf den griechischen Inseln, wie etwa Kindern. Zudem müsse den Menschen im türkisch-griechischen Grenzgebiet dingend geholfen werden. Schließlich richtet sich sein Blick auch auf die syrische Region Idlib. Den intern vertriebenen Menschen müss dringend mit Unterstützung der UN die notwendige humanitäre Hilfe zur Verfügung gestellt werden.


Quelle: EKHN

Warenangebot des Fairen Handels ausweiten

Detmolder ''Marktplatzgespräch'' über die Zukunft des Fairen Handels
Detmold. „Das Warenangebot des Fairen Handels muss ausgeweitet werden. Zukünftig sollte es sich nicht mehr beschränken auf die klassischen Warengruppen Tee, Kaffee und Kakao.“ Für Edmund Krolak, Geschäftsleiter des Lemgoer Marktkauf-Hauses, hat der Faire Handel dann sein Ziel verfehlt, „wenn wir uns in zehn Jahren erneut treffen und immer noch nahezu ausschließlich über Honig, Zucker und Südfrüchte sprechen.“

Sondersynode der Evangelisch-reformierten Kirche: gute Nachricht zur Finanzierung des Reformierten Bundes

Beschlüsse und Berichte der Sondersynode am 28./29. September 2012 in Emden
Reformierter Bund finanziell gesichert - Verfassungsänderung zu Ruhestandsregelung des Kirchenpräsidenten abgelehnt - Vizepräsident erhält kein Stimmrecht in Moderamen und Gesamtsynode

Berufung – Einführung – Verabschiedung

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''Menso Alting''-Ausstellung präsentiert bibliophile Kostbarkeiten

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Emden. Die Ausstellung „Menso Alting und seine Zeit. Glaubensstreit – Freiheit – Bürgerstolz“, die am 7. Oktober eröffnet wird, kann mit mehreren bibliophilen Kostbarkeiten aufwarten, die in dieser Woche als Leihgaben in Emden eingetroffen sind: Dr. Wolfgang Jahn, stellvertretender Direktor des Ostfriesischen Landesmuseums Emden und Projektleiter der Ausstellung, und Klaas-Dieter Voss, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Johannes a Lasco Bibliothek, konnten eine „Lutherbibel“ in Augenschein nehmen, die aus dem Fundus der Marienbibliothek in Halle stammt und auf das Jahr 1541 datiert.

Soziale Gerechtigkeit muss Kernanliegen der Sozialpolitik bleiben

Erste Reaktion auf den vorab veröffentlichten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung
Berlin (Diakonie) Als erste Reaktion auf den vorab veröffentlichtenEntwurf des Armuts- und Reichtumsberichtes der Bundesregierung fordert die Diakonie, dass soziale Gerechtigkeit Kernanliegen der Sozialpolitik in Deutschland bleiben muss.

Gemeindeaufbau: Den Wettbewerb steigern und Neues wagen

EKvW-Landeskirchenrat Conring für neue kirchliche Organisationsformen
DORTMUND/WESTFALEN - Kirchengemeinden brauchen Mut zu neuen Gestaltungs- und Organisationsformen. Dafür hat der Jurist Dr. Hans-Tjabert Conring am Mittwoch (26.9.) in Dortmund plädiert. Der westfälische Landeskirchenrat sprach auf dem bundesweiten Kongress für Theologinnen und Theologen, den die Arbeitsgemeinschaft für Missionarische Dienste (AMD) im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland veranstaltet.

EUR/CH: Evangelische Kirchen Europas: gestärkt Richtung Reformationsjubiläum

Die Vollversammlung der GEKE in Florenz ist erfolgreich verlaufen, sagt die Kirchenbundsdelegation. Sie würdigt den scheidenden GEKE-Präsidenten Thomas Wipf.
Die Evangelischen Kirchen Europas gehen gestärkt in Richtung Reformationsjubiläum 2017. Dieser Überzeugung ist die Delegation des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes zum Ende der Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE. Vom 20.-26. September haben Delegierte von 105 europäischen Kirchen in Florenz die Weichen für die GEKE der kommenden Jahre gestellt.
Der von der GEKE-Vollversammlung in Florenz neu gewählte Rat wählte in seiner konstituierenden Sitzung am 25. September 2012 ein neues Präsidium und bestellte den Generalsekretär. Das dreiköpfige Präsidium besteht aus Gottfried Locher, Klára Tarr Cselovszky und Friedrich Weber. Zum Geschäftsführenden Präsidenten wurde Friedrich Weber bestellt.
Zum Auftakt des „Forumstags“ präsentierten sechs Mitgliedskirchen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa ihre Strategie angesichts sich verändernder Rahmenbedingungen. Die GEKE widmet insgesamt einen ganzen Sitzungstag der Vollversammlung in Florenz der Frage, wie der Aufbruch der protestantischen Kirchen Europas in spiritueller, soziologischer und organisatorischer Hinsicht aussehen könnte.

''Seid stark im Herrn!'' - Wider die Kraftmeierei im kirchlichen Amt

Peter-Thomas Stuberg in sein Amt als Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Siegen eingeführt
Die westfälische Präses Annette Kurschus hat am Samstag (22.9.) ihren Nachfolger Peter-Thomas Stuberg als Superintendenten in Siegen in sein Amt eingeführt. "Stark", so Kurschus in ihrer Festansprache, "machen uns keine geordneten Strukturen, keine vollen Kassen, keine maßgeschneiderten Personalkonzepte. Weil Christus mit seiner Kraft an der Seite der Schwachen und Leisen und Hilfsbedürftigen und Friedensstifter steht, wird unsere Stärke als Kirche nicht Glanz und Pomp und Imponiergehabe sein."
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