Tschechien: Synodalrat mahnt Hilfe für Flüchtlinge an

Erklärung des Synoldarates der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder

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Der Synodalrat reagiert damit auf die Ankündigung der tschechischen Regierung zu der Situation der Flüchtlingen im Mittelmeerraum.

Der Synodalrat habe "große Sorgen" über die Haltung der tschechischen Regierung. "Angesichts der lebensbedrohlichen Lage konkreter Menschen dürfen wir nicht achtlos und gleichgültig bleiben", heißt es in der Erklärung. Mit ihrer ablehnenden Position verrate die die Tschechische Republik "die Grundsätze der zivilisierten Welt, zu der sie gehören möchte und die u.a. in der Tradition und auf den Werten des christlichen Glaubens steht".

Mit der Erklärung reagiert der Synodalrat auf eine Ankündigung der Tschechischen Regierung in den vergangenen Tagen, dass sie keine Flüchtlinge aus der Gruppe der 450 Personen aufnimmen wolle, die auf einem Fischerboot vor der italienischen Küste aufgegriffen worden waren. Premierminister Andrej Babiš und Außenminister Jan Hamáček teilten mit, dass Tschechien das dringende Ersuchen Italiens ablehnt und keinem einzigen dieser Migranten hilft.

 "Wir sind überzeugt, dass unser Staat fähig ist, in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Partnern und Institutionen effektiv gegen Wirtschaftsmigration und organisierten Menschenhandel vorzugehen", heißt es in der Stellungnahme des Synodalrates. "Gleichzeitig vertrauen wir den staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen und glauben, dass unsere Gesellschaft über genug Selbstvertrauen, moralische Kraft und effektive Mechanismen für die Unterstützung der wirklich Hilfsbedürftigen verfügt." Der Synodalrat sprach sich deshalb für Solidarität aus.

 


SEKBB/ime